ISOLE: Swedish Doom Gods

‘Silent Ruins’ ist nicht nur ein wunderschöner Albumtitel, sondern vor allem der Name des überragenden vierten Studiowerkes der schwedischen Doom-Kings ISOLE. Sänger/Gitarrist/Mastermind Daniel Bryntse und seine Jungs aus Gävle haben ihre drei schon großartigen Vorgängerwerken noch einmal übertroffen und klingen variabler, dynamischer und ausgereifter denn je, was der Bandkopf auch ganz genau so sieht.

“Dankeschön für das Kompliment, aber ja, wir sind tatsächlich genau gleicher Meinung (welch' Überraschung, hüstel... - Thomas). ‘Silent Ruins’ ist unser bislang bestes Album, sowohl vom Spielerischen als auch vom Songwriting her, und zudem hat es die bislang beste Produktion”, sprudelt es geradezu aus dem sympathischen Doom-Kopf heraus.

Angesprochen auf die deutlich variableren und abwechslungsreicheren Songs, bei denen auch durchaus einige Growls und mehr Tempovariationen zum Zuge kommen, geht er nur zu gern etwas ins Detail.

“Nun, so simpel es auch klingen mag: Wir wollten dieses Mal einfach eine Scheibe mit noch mehr Abwechslung aufnehmen. ‘Bliss Of Solitude’ war ein wirklich düsteres und heavy Album. Aber genau so sollte die Scheibe eben auch klingen. Das neue Album mußte daher nun einfach abwechslungsreicher klingen. Die Growls waren dabei absolut notwendig, das spürten wir sofort. Zudem bringt dies eine neue Ebene in unseren Sound.”

Gitarrist Crister läßt in der Bandinfo verlauten: “Im Kern steht die Geschichte einer Person, die an einem unwirtlichen Ort erwacht und keinerlei Erinnerungen daran besitzt, wie die Welt unterging. Jeder der Songs offenbart dieser Person neue Details und Erinnerungsbruchstücke, die jedoch zu einer niederschmetternden Erkenntnis führen.” Das weckt nicht nur Begehrlichkeiten, mehr zu erfahren, sondern impliziert auch direkt ein reinrassiges Konzeptalbum.

“Jein. Musikalisch liegt kein Konzept zugrunde, aber die Story entwickelt sich mit dem Verlauf des Albums mehr und mehr, daher könnte man schon von so etwas wie einem Konzeptalbum sprechen. Unser Basser Henka wäre hier der bessere Ansprechpartner, da er nahezu alle Lyrics geschrieben hat. Er schreibt recht abstrakte Texte, die es gern offen lassen, wie man sie interpretieren kann.”

Ein Highlight des Albums hört auf den Namen ‘Forlorn’, was natürlich sofort die Frage aufwirft, ob hier eine Hommage an die ISOLE-Vorläuferband selben Namens vorliegt.

“Ja, natürlich hast du das richtig interpretiert. Der Titel ist nichts anderes als eine Hommage an unsere Vergangenheit.”

Aber nicht nur an sich selbst hat man beim Titelgeben gedacht.

“Und wieder korrekt. ‘Nightfall’ ist natürlich nichts anderes als ebenfalls eine Hommage, und zwar an CANDLEMASS.”



Autor: Hage

 

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