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MANTIC RITUAL: Old School ja, retro nein! Die Thrash Metal-Welle, die derzeit über die Szene schwappt, scheint nicht abzubrechen, da nahezu täglich junge Bands aus ihren Löchern kriechen. Die möglicherweise beste Band der neuen Generation nennt sich MANTIC RITUAL (zunächst bekannt unter dem Namen MELTDOWN), kommt standesgemäß aus Kalifornien und legt mit ‘Executioner’ nun endlich ihr reguläres Debütalbum vor. Drummer Adam Haritan opferte seine Mittagspause, um uns über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten. “Wir sind unheimlich froh, mit ‘Executioner’ nun endlich richtig durchstarten zu können! Wir haben tolles Feedback für unsere Demo-CD, die auch ‘Executioner’ hieß, bekommen und konnten daher auch den Deal mit Nuclear Blast Records klarmachen, was für uns einen echten Traum wahr werden läßt.” Euer Album ist bezüglich der Songs nahezu deckungsgleich mit der Demo-CD, wobei ihr die Songs allerdings neu eingespielt habt, richtig? “Ja, wir haben zwar bis auf zwei Extratracks die gleiche Songreihenfolge wie auf dem Demo beibehalten, haben das gesamte Album allerdings neu aufgenommen. Wir waren bei Andy Classen im Studio, der in Deutschland als ehemaliger Gitarrist von HOLY MOSES und als Produzent sehr bekannt ist. Wir waren für die Aufnahmen drei Wochen lang in Deutschland, wo wir viel Spaß hatten und auch gut arbeiten konnten. Den Mix hat Andy dann allerdings alleine erledigt, und wir sind vollkommen zufrieden, wie das Resultat letztendlich ausgefallen ist. Es war uns ganz einfach sehr wichtig, daß die rohe Aggressivität erhalten bleibt, die MANTIC RITUAL nun einmal auszeichnet. Es wäre schade, wenn man uns durch eine zu glatte Produktion die Ecken und Kanten nehmen würde, die für unseren Sound ganz einfach unerläßlich sind.” Bei den beiden zusätzlichen Songs handelt es sich um eine Eigenkomposition namens ‘By The Cemetary’ und das SCORPIONS-Cover ‘Blackout’. Woher stammen diese Nummern? “’By The Cemetary’ ist ein für unsere Verhältnisse sehr altes Stück, das wir vollkommen umarrangiert haben. Es existieren unzählige Versionen dieser Nummer, eingespielt von den verschiedensten Besetzungen. Wir finden, daß sich die Nummer gut in den Kontext von ‘Executioner’ einfügt. Für ‘Blackout’ haben wir uns entschieden, weil wir trotz unseres Alters - wir sind alle zwischen 20 und 22 Jahre alt - total auf die großen Bands der Achtziger stehen. ‘Blackout’ ist ein großartiges Stück, und wir denken, daß es auch gut zu uns paßt. Ich denke, es ist viel interessanter, ein Hardrockstück zu covern als berechenbar zu sein und einen Thrash-Song zu spielen. Außerdem sind die SCORPIONS eine brillante Band! Es war uns sehr wichtig, daß wir zusätzlich zu den Stücken der Demo-CD weiteres, unveröffentlichtes Material anbieten konnten, da ‘Executioner’ somit auch für die Leute interessant ist, die schon unser selbstfinanziertes Debüt besitzen. Zwar haben wir das Album komplett neu eingespielt, aber es ist klar, daß uns die Fans immer nach Bonussongs fragen würden. Also: Bitteschön!” Musikalisch orientiert ihr euch ganz klar am Thrash Metal der Achtziger, besonders an der Bay Area-Szene. Dennoch kann man bei euch auch Einflüsse deutscher Bands wie TANKARD und vor allem DESTRUCTION heraushören. “Richtig, wir alle lieben KREATOR, DESTRUCTION, SODOM und all die anderen deutschen Bands, ihr habt eine großartige Szene! Wir sind sehr froh, daß wir für ‘Executioner’ mit Andy Classen arbeiten konnten, da dieser auch schon die von dir genannten TANKARD produziert hat. Trotzdem denke ich, daß wir insgesamt ziemlich amerikanisch klingen und nicht nur ein Abklatsch früherer Bands sind. Allerdings ist es uns total wichtig, Einflüsse aus den verschiedenen Spielarten des Heavy Metal zu ziehen, weil wir dadurch nicht eindimensional klingen. Ich denke, das wird schon durch das SCORPIONS-Cover deutlich.”
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